Ein Hase saß im tiefen Tal …
So oder so ähnlich könnte man den derzeitigen Zustand der Roten beschreiben. Kein Selbstvertrauen, nutzloses Hakenschlagen auf dem Platz und am Ende schmeckt’s nur dem jeweiligen Gegner. Damit sich das wieder ändert, machten wir uns am Samstag in aller Herrgottsfrühe (8 Uhr ist wirklich eine fiese Zeit!) auf in die Karnevalshochburg Mainz.
Als Special Guest hatten wir diesmal Daniel dabei, der irrtümlich dachte, er hätte die Fahrt von Maren und Dressi zum Geburtstag geschenkt bekommen und nicht mal misstrauisch wurde, als er als einziger zwei Plätze belegen durfte – schließlich mussten das Bier und der mitgebrachte Proviant noch irgendwo untergebracht werden. Und verteilt werden, was der frischgebackene Catering-Fachmann dann auch souverän erledigte. Das qualifiziert für weitere Fahrten mit dem Notbremse-Bus!
Wir anderen ließen es locker angehen, erst mal ein Bierchen, dann eine Blätterteigtasche, dann einen Wodka-Waldmeister – und dann laut Pause schreien, weil der Bus bei deutlichen Minustemperaturen ohne Bordklo auskommen musste. Immerhin haben wir so sämtliche Raststätten auf der A7 kennengelernt und könnten die gesammelten Bons locker gegen einen Präsentkorb eintauschen
In Mainz wurden wir freundlich empfangen und durften entgegen aller Gerüchte bei der Einlasskontrolle die Schuhe anbehalten. Im Stadion selbst war es bis zur 5. Spielminute nett, weil immerhin 5 Grad wärmer als in Hannover, und dann wie immer frustbierlastig. Und Neuzugang Durica darf in seiner dreiwöchigen Verletzungspause mal darüber nachdenken, warum man keine Pässe vor eigenem Tor und gegnerischem Stürmer spielen sollte.
Der Rest der Truppe hätte im Arbeitszeugnis irgendwas von „war stets bemüht“ stehen gehabt. Es nützt nichts, wenn man mehr Ballbesitz, gewonnene Zweikämpfe und Eckbälle als der Gegner hat, wenn trotzdem der Ball nicht mal ansatzweise Richtung Netz fliegt. Und jeder Rückstand eigentlich schon ein verlorenes Spiel bedeutet, weil nach vorne einfach gar nichts geht.
Einen so drögen Spielstand wie das 1:0 hatte dann am Ende auch NIEMAND bei Fiestas Quiz getippt. Und die Gesangsdarbietungen der Preisgewinner ließen auch nichts Gutes erahnen, da war schon eine große Portion Galgenhumor dabei. Wie gut, dass wenigstens der Bordservice stimmte. Marens Wodka-Kirsch erwies sich als gute Alternative zur grünen Variante, und Bier schmeckte sowieso immer! Selbst Cora
Für den Rest sorgten Bud Spencer und der spontane Chor, der sich im hinteren Teil des Busses zusammenfand. Und so begeistert von der eigenen musikalischen Darbietung war, dass prompt nach der Ankunft in Hannover auch Anjas Nachbarn noch daran teilhaben durften
Wir sehen uns beim holly polly doodle am Samstag im Stadion!