Auswärts in Braunschweig

Ein schwarzer Tag für die Fanszene.

Auswärts in Augsburg

Der Wecker klingelt um viertel vor sechs…eigentlich nichts Ungewöhnliches…wenn nicht Samstag wäre. Meine Nachbarin, die gerade von der Party kommt, ruft mir noch ein:” Du bist ja bekloppt” zu. Recht hat sie, denn normale Menschen würden wohl nicht den Samstag opfern, um für 2 Stunden nach Augsburg zu fahren.

Die Hinfahrt verlief komplikationslos…aber diese Bayern (laut Kurvengesang) „Dullis” sind schon ein merkwürdiges Völkchen. Beim Schnellrestaurant “Zur goldenen Möwe” wird man von einem Kasper, Ronald Mc Donald und einem Marienkäfer bedient …die Augsburger waren also schon in Feierlaune…zumindest außerhalb des Stadions, denn eine halbe Stunde vor Spielbeginn war das Stadion noch ziemlich verwaist.

Auch mit der Sprache haben sie´s wohl nicht so: wer ein Alster bestellt, bekommt an den Getränkeständen ein Wasser, pures Bier gibt es nur in der Light Version und das Radler wird mit Zironenlimo und Vollbier gemischt.

Dafür schien unsere heimische Presse eine schwere Dyskalkulie zu haben. 800 Auswärtsfans waren angekündigt, etwa 400 supporteten 90 Minuten sensationell.

Hätte man diese starke „Leistung” auf die Mannschaft übertragen können, wäre mehr als nur ein Punkt dringewesen. So endete das Spiel leistungsgerecht 1:1 und ich durfte (mit nur zwei ausgelassenen Auswärtsspielen) meinen ersten Punkt bejubeln.

Prost Mädels! Gegen die Hertha supporten wir wieder gemeinsam!

          

 

Zeitreise - Eine Aktion für die Robert Enke Stiftung

Michael hat uns angeschrieben und um Unterstützung gebeten. Aber lest selbst:

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Hallo liebe Fans von Hannover 96
Ich starte heute einen Aufruf an Euch und bitte euch um Eure Mithilfe.
Ab dem 04. Juni 2014 starte ich meine Wanderung zu den deutschen Städten, in denen Robert Enke als Fußballer aktiv war.
Warum?
Ich möchte auf das Thema Depression aufmerksam machen und so auch gleichzeitig Spenden für die Robert-Enke-Stiftung sammeln, die Ihr nicht mir, sondern bitte direkt an die Stiftung richtet :

http://www.robert-enke-stiftung.de/spenden_formular.html

Als Verwendungszweck solltet ihr „Zeitreise“ angeben.
Ich selber bin Fußballfan von Hannover 96 und Heart of Midlothian und leide seit über 20 Jahren an teilweise schweren Depressionen. In dieser Zeit habe ich selber von den unterschiedlichsten Stellen und Menschen
Hilfe erfahren, sodass ich über diesen Weg etwas zurückgeben möchte. Des Weiteren habe ich in den vergangen Jahren festgestellt, dass u.a. Bewegung und Sport ein Hilfsmittel sein kann, um aus den tiefen Tälern der Depression ein Stückweit heraus zu kommen.

Geplant ist:
Start 04.06.2014 ab Hann. Münden - Jena - Mönchengladbach - Hannover - Hann. Münden.
Tagesstrecke ca. 20-25 km je nach Wetter und Gesundheitszustand.
Dauer ca. 50 - 70 Tage.

Ich hoffe auf Eure Mithilfe zum Gelingen meiner Aktion für die Stiftung.
Bei weiteren Fragen eurerseits sendet mir einfach eine Mail an:
zeitreiseupiry@gmx.de

Herzlichen Dank an euch,
Michael

info@robert-enke-stiftung.de
www.robert-enke-stiftung.de
 

Auswärts ins Mainz unterwegs

Dieses Mal fuhren wir mit 6 Personen in einem komfortablen T5, um 14.00 Uhr ging es los! Geplant war zeitig vor Ort zu sein, um vor dem Spiel noch einen Happen zu essen und das ein oder andere Getränk zu uns zunehmen.
Die Fahrt war, bis auf einige Baustellen doch kurzweilig und wir erreichten die Ausfahrt zum empfohlenen Uni- Parkplatz. Leider mussten wir um dort hinzukommen, durch die Stadt fahren. Dort war ein mittelschweres Verkehrschaos und unser Zeitpuffer schmolz dahin. Am Parkplatz angekommen, hieß es erstmal ausstaffieren mit “Rote Mädels-Fanklamotten”. Gerade als wir uns auf den Weg machen wollten, sprach uns ein Polizist auf einem Motorrad an und fragte:” Wollt ihr nicht lieber auf dem Gästeparkplatz am Stadion parken? Dann braucht ihr den 20 minütigen Fußmarsch nicht zurücklegen.”
Natürlich waren wir sofort einverstanden und folgten dem freundlichen Polizisten. Dieser fuhr mit Blaulicht vor und machte für uns den Weg frei, sodass wir nach kurzer Fahrt auf dem Parkplatz ankamen :-)
Die Eingangskontrollen waren gründlich trotzdem zügig und die Leute sehr nett und freundlich. Auch an den Futter- und Getränkeständen waren die Mitarbeiter hilfsbereit und gut drauf! Im Mainzer Stadion wird zum Glück noch Bargeld angenommen und das lästige Anstellen und Aufladen einer Karte entfiel. Es gibt ausreichend Toiletten und diese waren sehr sauber und in einem guten Zustand (ist ja für uns Mädels nicht unwichtig ;-)
Die Sicht aus dem Gästeblock auf das Spielfeld ist gut und nicht,wie bei manch anderen Stadien verbaut.
Zum Spielgeschehen: offensichtlich gelingt es der Mannschaft nicht, an die ersten Spiele der Rückrunde anzuknüpfen. Die Statistik gegen Mainz sah bis dato gar nicht so übel aus, aber bei insgesamt 107 Fehlpässen erübrigt sich fast jedes weitere Wort! Es war ein typisches Auswärtsspiel der Roten. Der Spieler des Tages war Ron-Robert. Endlich der ersehnte Abpfiff! Bloß raus und ab nach Hause, hatten wir doch noch ein ganz schönes Stück zu fahren.
Auf dem Gästeparkplatz angekommen, fragten wir einen der Ordner, ob es möglich wäre das Tor jetzt schon zu öffnen, da wir ja vollzählig waren und den Abreiseverkehr umgehen wollten. Just in diesem Moment erscheint der freundliche Polizist von der “Hinfahrt” und geleitete uns vom Parkplatz durch die Menschenmenge zur nächstmöglichen Möglichkeit zur stressfreien Abfahrt.
Folgende Worte las ich bei Facebook und möchte sie einfach unkommentiert wiedergeben:

“Hallo Mainzer-Fans,

ich möchte Euch mal wissen lassen, dass mir bekannte “Hannoversche Auswärtsfahrer” Euch Mainzer in Sachen Gastfreundschaft etc. auf Platz 1 gesetzt haben.
Ihr seid so unkompliziert und zuvorkommend mit einer guten Prise Humor, dass sich andere unbedingt mal ein Scheibchen davon abschneiden sollten. Unter anderem wurden problemlos Ersatz-Eintrittskarten zur Verfügung gestellt, weil meine Hannover-Freunde ihre zu Hause vergessen hatte. Wo sonst ist denn so etwas möglich ? Polizei war kaum zugegen, so dass man bunt gemischt zum Stadion gehen konnte und Eure ironische Art, sich mit dem Liedchen : “Wir sind nur ein Karnevalsverein” selbst auf den Arm zu nehmen, ist überaus sympathisch…!”