Erstklassig

Danke!

Danke!
So, morgen ist nun das entscheidende Spiel gegen Bochum - und wie in der Hinrunde ist das Wetter für die Jahreszeit deutlich zu kalt und ich bin krank. Muss am Gegner liegen und ist noch ein Grund mehr, warum Hannover morgen bitte bitte 3 Punkte holt
Die Vorarbeit dazu haben wir und die Spieler letzten Samstag bravourös erledigt. Lecker Mädels-Picknick vor dem Spiel, bewundert nicht nur von Spaziergängern, die das schöne Wetter für eine Runde um Hannovers Hausteich nutzten, sondern auch von den Gladbacher Spielern, die (gedanklich wohl schon in der Sommerpause) ebenso gemächlich um den Maschsee schlenderten. Wir speisten dabei dekadent, Sarah freundete sich mit einem ganzen Schwarm Enten an, und Gastmädel Sabrina wurde mit Prosecco und Wodka-Waldmeister davon überzeugt, dass grün doch netter als blau-gelb ist. Da konnte doch nichts mehr schiefgehen!
Die Gladbacher Mannschaft erwies sich als angenehmer Gast, der dem Hausherrn brav Geschenke mitbrachte. Angesichts des Hinspiels und der unvergessenen drei Eigentore der Hannoveraner war das auch mehr als angemessen. So übernahm Gladbach schnell die Rolle des Sparringspartners fürs Torschusstraining und bescherte uns Laola-Wellen und Mike Hanke den Höhepunkt - der Saison, versteht sich. Über seltsame Vergleiche mit anderen Tätigkeiten im Interview nach dem Spiel decken wir lieber den Mantel des Schweigens
Am Ende stand es 6:1 für Hannover, Platz 15 und damit zwar nicht die Rettung vor der 2. Liga, aber immerhin der Vorteil, den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen zu können. UND DAS LIEBE ROTEN MACHT IHR DANN BITTE MORGEN! Keine Relegation und kein Hasenfußball mehr, die Saison war lang und sch… genug. Ihr wollt in den Urlaub, wir brauchen dringend ‘ne Pause.
Auf geht’s Hannover kämpfen und siegen!!
Meine Güte, bin ich froh, wenn diese Saison endlich vorbei ist – egal wie es am Ende ausgeht. So ein auf-und-ab hält ja niemand auf Dauer aus
Und so richtig erklären lässt sich das auch nicht … Punkt geholt in Hamburg, grandios gekämpft und verdient gewonnen gegen Schalke, und gegen Holland in Not in München …
Das Schalke-Spiel („Highlight 2010“) ist zumindest etwas, an das wir uns gerne erinnern. Lustiges Warm-Up am Abend vorher mit PS3 und Bier und Wein. Besten Dank dafür an Vivi und Dressi, heute nicht in Göttingen
Alle Notbremse-Hefte bei Sonnenschein unter die Leute gebracht. Endlich mal wieder volles Stadion mit entzückenden Liebesbekundungen der Fans. 2:0 Führung zu Pause. Aufbäumen nach dem 2:2 Ausgleich. 4:2 Endstand. Glücklicher Ya Konan. Schalke-Fans in Schockstarre. Fliegendes Bier, Jubelgesang, und arme Schalker Spieler, die Straferunden laufen mussten. Mit anderen Worten: Ein perfekter Fußballnachmittag.
Wie auf so eine Klasseleistung wieder ein Volldesaster folgen kann, haben wir uns schon nach dem Sieg über Frankfurt verzweifelt gefragt. War die Vorbereitung nicht ausreichend? Immerhin wurden bei der Anreise im ICE noch einmal Zweikampfverhalten und Platzeroberung trainiert. Oder hat der eingewechselte Schlaudraff seine Aufgabe nicht verstanden, den derzeit mit Abstand besten Spieler seines ehemaligen Vereins nicht etwa zu bewundern, sondern mittels KO-Fouls vom Platz zu stellen und den Roten damit wenigstens eine theoretische Chance einzuräumen?
Immerhin war die Niederlage hoch genug, um von fiesen Sprüchen der mitleidig dreinblickenden Kollegen verschont zu bleiben. Dafür erreichen uns nun täglich neue Krisenmeldungen von der Vereinsspitze. Passend zum Trikot knallrote Zahlen, aber immerhin bewart uns das 5 Millionen-Minus vor der Verpflichtung eines weiteren Trainers für die letzten Saisonspiele. Den Job wollte einfach keiner für ein komplettes Fanbecher-Set und ein Trikot nach Wunsch aus dem Fanshop machen.
Angesichts der täglich aktualisierten Verletztenliste bekommt auch endlich das Engagement von 96 im Friederikenstift seinen Sinn: Im 96-Kreißsaal kommen hoffentlich die kleinen Nachwuchskicker zur Welt, die dann in gut 20 Jahren als hoffnungsvolle junge Talente auf dem Platz stehen. Über die Gründung einer Hannover 96-Orthopädieabteilung und einer 96-Rehaklinik wird noch nachgedacht, der Bedarf wäre auf jeden Fall vorhanden.
Gegen Leverkusen lautet die spannende Frage daher: Wer spielt? Oder sagen wir mal, wer wird aufgestellt? All zu viele Möglichkeiten hat Noch-Trainer Slomka da ja nicht mehr, falls Mike Hanke zum Einsatz kommen soll, sagt ihm bitte rechtzeitig vorher Bescheid, nicht dass er noch das Spiel verpasst …
Zu guter letzt: Wir haben einen neuen Torwart verpflichtet. Packt ihn in Watte und kauft ihm Knieschoner. Bitte!!!
Mein Kopf scheint es vorher gewusst zu haben - das Spiel gegen Köln hab ich ausnahmsweise mal zu Hause am heimischen Bildschirm verfolgen müssen. So wie das aussah, war ich aber wohl nicht die einzige, die dachte “Schatz heute nicht, hab Migräne”
Oder wie soll man das sonst deuten, wenn 10 Hannoveraner interessiert zugucken, wie Köln kontert und trifft? Aha, so geht das also!? Genau, und wenn man nur zuguckt und es nicht nachmacht, verliert man halt. Katastrophale Abwehr, 0:3 nach dem ersten Drittel - ach nein, das waren ja die Indians, die die erste Play Down-Serie vergeigt haben und nun in Freiburg antreten müssen. Da war 96 schon, und leider wird der Abstieg aus der Bundesliga nicht im Best of five-Modus ausgespielt, sondern gegen Hamburg, Schalke und die Bayern …
Der wechselwillige Balitsch hat angesichts des hammerharten Restprogramms und der 100%igen Verletzungsgefahr offenbar beschlossen, sicherheitshalber nicht mehr mitzuspielen und sich für den Rest der Saison zu schonen. Lieber Hanno, der Versuch Maradona-gleich mit der Hand Gottes den Ball aus dem Strafraum zu befördern, klappt nur, wenn man ein ehemaliger argentinischer Weltklasse-Fußballer ist. Danach doofe Fouls zu spielen ist … nun ja. Und was die Meinung betrifft, die Mannschaft habe doch gekämpft, kann ich nur sagen: Im Fernsehen sah das irgendwie anders aus.
Da konnte die Nordkurve noch so laut singen (euch hat man prima gehört
), mit der Arbeitseinstellung der Mannschaft geht es auf direktem Weg in Liga 2. Als Ausgleich beantrage ich, dass die Spieler einen Teil ihres Gehaltes spenden, damit die Fans in den verbliebenen Heimspielen Freibier bekommen und das Gekicke wenigstens nicht nüchtern ertragen müssen. Wäre zumindest ein kleines Dankeschön, denkt mal drüber nach!
In diesem Sinne
96 oh je!